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Meldung vom 21.11.2017

Verleihung der Citizen Science Awards 2017: Österreich forscht mit

Verleihung der Citizen Science-Awards 2017

Barbara Weitgruber (BMWFW) Hjalmar Kühl (Max-Planck-Institut) Stefan Zotti, (OeAD-GmbH) und Schüler/innen des GRG Wenzgasse.

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Neben Schulklassen waren Pädagoginnen und Pädagogen, Imkerinnen und Imker und viele andere Interessierte eingeladen, die Forschungsteams zu unterstützen. Am 21. November wurden die engagiertesten Bürgerwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler vom BMWFW, vertreten durch Sektionschefin Mag. Barbara Weitgruber, MA, und den Projektleiterinnen und -leitern im Festsaal der Universität Wien ausgezeichnet. „Citizen Science zeigt: Jeder bzw. Jede kann der Forschung helfen. Wissenschaft wird dabei nicht nur von in wissenschaftlichen Einrichtungen beschäftigten Forschenden gemacht, sondern auch von Bürgern und Bürgerinnen. Das schafft neue Perspektiven für die Wissenschaft und einen Mehrwehrt für uns alle“, betont Weitgruber. 

Vielfältige Fragestellungen der Forschungsprojekte
Interessierte konnten an spannenden Fragestellungen mitarbeiten: Wie viele Eichhörnchen leben in Österreichs Landeshauptstädten? Welche Möglichkeiten der politischen Partizipation gibt es? Wie steht es um die Wasserqualität in Österreichs Bächen? Weitere Forschungsbereiche waren das Leben und Schicksal der jüdischen Bevölkerung im Zentralraum Niederösterreich, die Verbreitung von Amphibien und Reptilien sowie Strategien gegen Cyber-Attacken. Zwei weitere Projekte richteten sich an spezifische Zielgruppen: Imkerinnen und Imker konnten die Überwinterungserfolge von Bienenvölkern melden und Elementarpädagoginnen bzw. -pädagogen waren eingeladen, sich mit Entwicklungsauffälligkeiten bei Kleinkindern aufgrund des „Fragilen X-Syndroms“ zu befassen. Die Daten wurden via Apps, E-Mails, Fragebögen und Online-Formularen an die jeweiligen Forschungsteams übermittelt.

Die Gewinnerinnen und Gewinner
Ausgezeichnet wurden 15 Schulen bzw. Schulklassen und elf Gruppen bzw. Einzelpersonen. Von der Volkschule bis zur Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe waren alle Schultypen mit dabei, auch ein Kindergarten beteiligte sich. Für die ausgezeichneten Schulen gab es Preisgelder von bis zu 1.000 Euro für die Klassenkassa und einen Sonderpreis von 3.000 Euro für das kreativste Video, das die Teilnahme am Citizen Science Award dokumentierte. Die Einzelpersonen erhielten Sachpreise, die von den Projekten selbst zur Verfügung gestellt wurden. Insgesamt beteiligten sich über 2.500 Personen aus ganz Österreich an den Projekten des Citizen Science Awards 2017. „Das große Interesse an diesem Award zeigt, dass Wissenschaft die Mitte der Gesellschaft erreicht hat. Citizen Science ist eine große Chance für die Wissenschaft und ein Gewinn für die vielen freiwillig Engagierten“, so OeAD-Geschäftsführer Stefan Zotti.

Zu den Projekten und den Siegerinnen und Siegern

Schimpansen kennenlernen und die afrikanische Biodiversität erhalten
Vor der feierlichen Preisverleihung illustrierte Dr. Hjalmar Kühl (Max Planck Institut für evolutionäre Anthropologie, Leipzig) in seinem Festvortrag, welchen Beitrag interessierte Bürgerinnen und Bürger zur Primatenforschung leisten können. Bei seinem Forschungsprojekt „Chimp and See“ helfen Citizen Scientists bei der Durchsicht von Filmaufnahmen und der Identifikation der dort abgebildeten Arten und ihrer Aktivitäten und tragen so dazu bei, das Leben von Schimpansen in 15 afrikanischen Ländern zu erforschen und ein neues Verständnis für die Herkunft des Menschen zu entwickeln. „Dank der Plattform unterstützen uns über 10.000 Personen bei der Auswertung der Daten. Die Videoauswertung zeigt ein tolles Ergebnis, die Citizen Scientists klassifizierten die Schimpansen zu 98 Prozent korrekt“, sagte Kühl.

 

Wissenschaft und Gesellschaft

Als Citizen Science, auch „Bürgerinnen- und Bürgerwissenschaften“, wird eine Arbeitsmethode bezeichnet, bei der wissenschaftliche Projekte partizipativ mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt werden. Der Citizen Science Award wird vom Zentrum für Citizen Science koordiniert. Die vom BMWFW finanzierte und beim OeAD angesiedelte Service- und Informationsstelle zielt auf die Bekanntmachung und Weiterentwicklung von Citizen Science, Open Innovation und Responsible Science ab. Darüber hinaus wickelt sie gemeinsam mit dem FWF auch die laufende Ausschreibung zur Förderung von Top-Citizen-Science-Projekterweiterungen ab. In deren Rahmen können laufende Projekte aus der Grundlagenforschung oder der angewandten Forschung eine wertsteigernde Citizen Science-Komponente beantragen. Nähere Informationen: www.zentrumfuercitizenscience.at

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Barbara Weitgruber (BMWFW) Hjalmar Kühl (Max-Planck-Institut) Stefan Zotti, (OeAD-GmbH) und Schüler/innen des GRG Wenzgasse.

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